Doppelschlag ins Leere
Das Erfolgsteam Quentin Tarantino und Robert Rodriguez droht mit seinem "Grindhouse"-Projekt in Amerika zu scheitern. Ihr Doppel-Film "Planet Terror" und "Death Proof" findet kein Publikum.
Das amerikanische Filmpublikum gibt auch weiterhin Rätsel auf. Seit einigen Wochen versucht man, den maßlosen Erfolg des Spartaner-Epos "300" zu ergründen - "7 Gründe, um den Erfolg von ,300‘ zu erklären, hat Richard Corliss seinen Text im "Time" Magazin überschrieben.
"300" hat eine unglaubliche Durchhaltetaktik entwickelt und steuert auf die 200 Millionen Dollar zu - obwohl er seiner blutigen Effekte wegen nicht jugendfrei ist. Auch in Deutschland hat sich der Film sofort an die Spitze gesetzt.
Nun grübelt man darüber nach, warum "Grindhouse", das neue Projekt des Erfolgsteams Quentin Tarantino und Robert Rodriguez, am vorigen Wochenende so unter allen Erwartungen blieb.
Gerade mal elf Millionen Dollar hat der Film eingespielt, der mit zynischen Männern, mörderischen Straßenkreuzern, durchgeknallten Zombies und fightenden Frauen - eine von ihnen mit MP-Prothese - alles bot, was das Großstadtpublikum in Erregung versetzt.
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"Grindhouse" ist ein reines Nostalgieprodukt, der Doppelschlag zweier Kinofreaks, die ihrer Liebe zum populären Billigkino, zum Grandiosen drastisch Ausdruck verleihen wollten. Ein klassisches double feature, "Planet Terror" von Rodriguez und "Death Proof" von Tarantino, mit Auftritten von Kurt Russell, Nicolas Cage, Udo Kier und vielen anderen, zusammen über drei Stunden lang, so wie man es damals, in den Sechzigern und Siebzigern, in den billigen Actionkinos - den "grindhouses" - serviert bekam.
Dazwischen ein par Trailer, für kommende Attraktionen wie "Machete" oder "Werewolf Women of the SS" - die es natürlich niemals geben wird. Und alles kunstvoll mit Laufstreifen und Bildsprüngen und Unschärfen versehen, so dass man meint, eine abgenudelte Uraltkopie würde da durch den Projektor gezerrt. Und natürlich fehlt jeweils eine Rolle!
Anpassung an das Publikum
Es scheint, als habe dem Publikum der Sinn für diese Verfremdung gefehlt. Ein Teil des Publikums bekam die Doppelgesichtigkeit gar nicht mit und verließ nach dem ersten Teil das Kino. "Ich glaube, die Leute haben nicht kapiert, was wir da machten", resümierte enttäuscht der Produzent des Films, der unternehmungslustige Harvey Weinstein.
Nun denkt er an einen Neustart nach, Film für Film. "Ich verstehe die Mathematik nicht, aber ich möchte mich dem Publikum anpassen." In Deutschland hat man, irgendwie vorgewarnt, von Anfang an einen getrennten Start geplant, "Death Proof" am 14. Juni und "Planet Terror" am 26. Juli.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/671/109562/
Tja die Amis wissen anscheinend doch nicht was gut ist...ich kenn zwar bis jez nur Death Proof aber Planet Terror kann nur gut werden denn Rodriguez wurde ja schon mit Sin City und From Dusk Till Dawn sehr erfolgreich.