| eMule Allgemein Allgemeine Fragen rund um eMule und Kademlia |
17.09.2007, 17:51
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Erklärung Creditsystem
Einleitung

Da immer wieder die Frage unter unseren Usern aufkommt was es eigentlich mit der Größe der Clients.met Datei auf sich hätte, werden wir es euch an dieser Stelle mal ausführlich erklären.
Allgemein

Der Emule Client nutzt zwei von einander unabhängige Netzwerke. Das eDonkey 2000 (eD2k) Netzwerk und das Kademlia (KAD) Netzwerk. Beide Netzwerke unterscheiden sich Grundlegend in ihrem Aufbau, weil das eD2k Netzwerk Server-basiert ist und KAD ein dezentrales Netz, das nur von seinen Clienten getragen wird. (Jeder PC auf dem Emule installiert ist und zu einem oder beiden Netzwerken verbunden ist, ist ein Client)
Eines haben aber beide Netzwerke gemeinsam: Ihre Clienten nutzen das Emule Creditsystem.
Das Creditsystem

Das Creditsystem ist ein Guthabensystem, vergleichbar mit dem bekannten PayBack-System.
Es funktionier wie folgt:
Angenommen ihr möchtet die Datei "X" herunterladen, fragt euer Client zum einen den Server nach anderen Clients ab, zum anderen alle anderen Clienten die mit mit euch verbunden sind, ob denn irgend jemand die Datei "X" hat. Die Clienten, die bestätigen das sie die Datei haben, sind die Quellen, die eine Datei hat.
Beispiel
1. Wenn ihr jetzt anfangt diese Datei von den Clienten A, B und C herunterzuladen, bekommen diese drei Clienten Credits bei euch gutgeschrieben. Wie viele, hängt von der Datenmenge ab, die ihr vom jeweiligen Clienten bezieht. Da ihr zu Anfang keine eigenen Credits habt, müsst ihr euch in der Warteschlange bei dem jeweiligen Clienten ganz hinten anstellen, wodurch sich die typischen Wartezeiten ergeben.
2. Angenommen ihr habt von irgendwo her die Datei "Y" und bietet diese zum Upload an und Client A will diese haben. Also fragt Client A wie es denn so ausschaut und euer client sieht dass der ja noch was gut bei euch hat, demnach brauch der sich nicht ganz hinten anstellen, sondern darf eher von euch herunterladen. Dadurch bekommt ihr wiederrum bei Client A Credits gutgeschrieben.
Auf diese Art und Weise geht das jetzt immer so weiter, ihr saugt von anderen Clienten und die bekommen dafür Credits bei euch gut und ihr bekommt wiederrum bei anderen Clienten Credits, weil die von euch laden.
Fälschen der eigenen Credits?
Jetzt kommen wir zum Punkt: Die Credits, die man bei jemandem gut hat, werden generell bei dem "Schuldner" gespeichert und zwar in der datei clients.met. Das bedeutet, das eigene Credits nie auf der eigenen Festplatte sind, sondern immer bei dem jenigen wo man etwas Gut hat.
Das Ganze hat einen einfachen Grund: Man kann seine Guthabenpunkte nicht fälschen.
Um einen Austausch der Credits durchzuführen, wird eine verschlüsselte Anmeldung des Anfragenden Clienten mit dem Anderen durchgeführt. Der Schlüssel ergibt sich aus den Dateien preferences.dat und cryptkey.dat. Dadurch ist die Anmeldung nahezu nicht zu fälschen.
Wenn man zum Beispiel die clients.met löscht, sind die eigenen Credits also nicht direkt weg, aber dafür die Punkte aller anderen, die etwas bei euch gut haben...und somit auch deren Adresse.
Jetzt stellt ihr euch sicherlich die berechtigte Frage: Was hat die Größe der Clients.met mit meinen Credits bzw mit meinem Downloadspeed und Wartezeiten zu tun, wenn da eh nix über mich drinne steht???
Ist Simpel: Eure Credits sind zwar nicht weg, aber euer Client hat keine Ahnung mehr bei wem die sind. Er kann zwar einige durch Zufall wiederfinden, aber bei etlichen Millionen Clienten, dauert das ne ganze Weile. Das bedeutet wiederum: ihr habt nirgendwo was gut, müsst also wieder von neu Anfangen zu sammeln.
So viel zur grauen Theorie, kurz zusammen gefasst heist das alles
Auf Deutsch:
-je mehr Datenvolumen ihr an möglichst viele andere Clienten hochladet, umso mehr Credits habt ihr gut
-je mehr Credits ihr habt, um so schneller rückt ihr in der Warteschlange bei anderen vor
->eure Wartezeiten verkürzen sich
-da das nicht nur bei einem Clinten passiert, sondern bei mehren, addiert sich die Bandbreite, die euch die einzelnen Clienten zur Verfügung stellen
->Eure Downloadgeschwindigkeit steigt
Wichtig: Es geht nicht um die Menge der angebotenen Dateien, sondern um das Datenvolumen an sich und die Anzahl der Nachfragen
FAQ

Zitat:
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Wo kann ich sehen, wieviele Credits ich habe?
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Gar nicht, siehe Punkt "Fälschung der eigenen Credits", allerdings kann man die Größe der Clints.met als Richtwert nehmen. Eine gute Größe fängt bei ca 1MByte an und ist nach oben hin offen. Hier gilt: Je größer desto besser!!!
Zitat:
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Ist das Creditsystem sicher?
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Durch die verschlüsselte Anmeldung ist das Creditsystem so ziemlich das sicherste auf eurem PC überhaupt!!!
Zitat:
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Ich habe die Datei preferences.dat und/oder cryptkey.dat gelöscht, was nun?
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Das wars, somit ist der Schlüssel zum einlösen eurer Credits futsch, da hilft nur von neuem anfangen. Desshalb immer: den config Ordner sichern, bevor ihr ein Update durchführt oder Emule neuinstalliert.
Zitat:
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Was kann ich machen um meiner clients.met zu schnellerem Wachstum zu verhelfen?
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Am besten Dateien mit möglichst vielen Quellen herunterladen und wenn sie fertig sind, mindestens eine Woche im Share lassen, auf Priorität "Release" und ordentlich Upload geben. Für dieses Vorhaben bietet es sich an, wenn man ganz am Anfang steht, über die Emule-Suche p*rn*s zu suchen und herrunterzuladen. Das hat nix mit frivol zu tun, sondern einfach damit, dass p*rn*s die Daten im Netz sind, die die meisten Quellen und Anfragen haben.
Wir hoffen das euch diese Erklärung geholfen hat,
Das Emule-Board.de Team
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