Der Iran hat sich "mit Gottes Hilfe" zum "Atomstaat" erklärt. Staatschef Ahmadinedschad gab auf einer Kundgebung in Teheran bekannt, dass der Staat erfolgreich Uran auf 20 Prozent angereichert habe.
Der Iran hat nach Angaben von
Präsident Mahmud Ahmadinedschad bereits Uran auf 20 Prozent angereichert. Vor zwei Tagen habe man mit der Anreicherung begonnen. Jetzt seien "dank der Gnade Gottes" die ersten Chargen auf 20 Prozent angereichert worden und an die Wissenschaftler des Landes übergeben worden, sagte der
Präsident nach einer Übersetzung des US-Senders CNN bei einer Rede zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution.
Iran hätte Uran auch im Ausland gekauft
Über die Menge des 20-prozentigen Urans äußerte sich Ahmadinedschad nicht. Der
Präsident warf dem Westen vor, den Iran bei der Anreicherung von Uran behindert zu haben, obwohl dies dem islamischen Land zustehe. Teheran hätte auch angereichertes Uran gekauft, doch dies sei abgelehnt worden, nun habe der Iran selbst mit der Produktion von höher angereichertem Uran begonnen, das er für seien medizinischen Forschungsreaktor brauche.
Zehntausende jubelten Ahmadinedschad zu
Zehntausende Anhänger des Regimes jubelten dem
Präsidenten bei seiner Rede auf dem Friedensplatz in Teheran zu. Zugleich versammelte sich die Opposition zu Protesten gegen den umstrittenen
Präsidenten, dem sie Wahlbetrug vorwerfen. Regimegegner berichteten auf Websites, mehrere tausend Anhänger von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi seien in Teheran bereits auf den Straßen. Die Regimegegner wollen die offiziellen Feierlichkeiten nutzen, um gegen die Regierung des erzkonservativen
Präsidenten zu protestieren. Die Sicherheitskräfte kündigten an, mit eiserner Faust gegen nicht genehmigte Demonstrationen vorzugehen und sie im Keim zu ersticken.
Quelle: Iran erklrt sich zum "Atomstaat" - "Mit Gottes Hilfe" - N24.de