Hi allerseits.
Ich kann es nicht fassen. Sind tatsächlich 4 Monate seit meiner Umzugsankündigung vergangen...? Tempus fugit. <kopfschüttelnd>
Nun ja, jedenfalls bin ich erst jetzt endgültig mit Sack und Pack auf Ubuntu Linux und aMule umgestiegen. Ich hatte einige Probleme mit einer externen USB-HD und einhergehendem Datenverlust.
1Terrabyte im Orcus. Mir dreht sich immer noch der Magen um wenn ich daran denke!
Ach ja, zeitweise habe ich auch mit dem Gedanken gespielt MLdonkey zu verwenden. Nachdem ich aber gehört und auch gelesen habe, das die Kademia Unterstützung eher rudimentär implementiert sei, ließ ich die Finger davon.
Schade eigentlich. Ich fand, bzw. finde die Idee eines P2P-Proggis welches sowohl ED2K, Kademia als auch das Torrent-Protokoll in sich vereint sehr reizvoll. Ich hoffe das sich da noch was tut.
Zum Thema.
Umzug von eMule (Win) zu aMule (Linux/Ubuntu).
Den wichtigsten Link zum Thema
'Migrate from eMule to aMule' habe ich ja schon früher erwähnt.
Zuerst einmal geht es darum die Konfigurationdateien aus:
C:\Documents and Settings\<username>\Application Data\eMule
zu sichern/kopieren.
Achtung: Das eMule-Verzeichnis ist verborgen. Also im Windowsexplorer die Option für Darstellung versteckter Dateien/Verzeichnisse aktivieren.
Ich habe die Datei-Schubsereien mittels 'Speed-Commander' erledigt. Ich stehe nun mal auf NC-Clones. Bin halt ein alter Sack!
Die eMule-Dateien in ein Verzeichnis oder auf eine HD kopieren die von Linux aus leicht zugänglich ist.
Auf Sicherheit bedachte Naturen werden evtl. auch das eMule Temp-Verzeichnis kopieren, bzw. sichern. Ich habe es entgegen guter Vorsätze nicht gesichert, bin aber trotzdem gut gefahren. Allerdings hätte ich auch EINIGES (!) an GBytes auf externen HDDs zu sichern gehabt. Das hätte viele viele Stunden gedauert und ich hatte einfach die Nase voll und wollte endlich reinen Tisch machen.
(Tabula Rasa!)
Das war's eigentlich von der Windows-Seite. Jetzt also ab zu Linux.
Neustart - Boot - Linux - Gut so!
Ich habe/hatte bislang sowohl für Temp als auch für Incoming separate USB-HDDs am Rechner. Platten sind NTFS-Formatiert. Ändert sich in kürze. Möchte dann ext4 formatieren.
Ach ja, fertig geladenes und bearbeitetes wird dann später von Hand auf weitere USB-HDDs nach Art/Thema/Genre verteilt (Wann gibt es endlich 20TB-HDDs?). Diese Platten sind bislang noch ext3 formatiert, später aber sicherlich ebenfalls ext4 und gecryptet.
Auf meinem Rechner ist GAR NICHTS! Zumindest nichts was über Sys etc. hinausgeht. Alles ist schön portabel.
Äh, habe ich schon von meiner Paranoia erzählt? Nicht? Warum guckt ihr mich alle so an, was wollt ihr von mir? Geht weg. Wo sind denn schon wieder meine Pillen, verdammt noch mal.
<räusper> So, es geht schon wieder.
Ich habe nun sicherheitshalber erstmal mein aMule deinstalliert und dann neu installiert. Wollte halt keine Dateileichen im Temp-Verzeichnis haben, bzw. versehentlich namensgleiche Temp-Dateien überschreiben.
Nun die gesicherten eMule-Dateien (bei mir waren es 35 an der Zahl) ins aMule-Verzeichnis kopieren. Bei mir zu finden unter:
/home/<user>/.aMule
Man beachte den 'Punkt' im Verzeichnisnamen. Der bedeutet nämlich ein verborgenes Verzeichnis.
Ich habe unter Ubuntu (natürlich!) wieder einen NC-Clone als Dateimanager: den 'Midnight-Commander' und den 'Gnome-Commander'. In beiden sind die verborgenen Verzeichnisse zu sehen.
Also, Dateien kopieren und gegebenenfalls vorhandene überschreiben!
Nun aMule starten und (wie auch bei eMule) erst mal in die Einstellungen. Den 'Nick' muß man evtl. noch mal von Hand eintragen. Bei 'Verbindung' wie üblich auf die Ports achten, Limits einstellen etc.pp. Ihr kennt das ja alles von eMule - ist bei aMule ganz genau das selbe.
Wichtig ist nun bei 'Verzeichnisse' auch das oder die Richtigen zu finden. Bei mir sind's ja nun externe HDDs, also unter /media zu finden. Dann noch die freizugebenden Dateien - und im wesentlichen war's das!
Eins noch!
Ich über 9.000 Files im Temp-Verzeichnis auf externer HDD (von ordentlicher Größe). Beim Einlesen der Dateien ist mir aMule mehrmals unter dem Hinweis auf zu viele Dateien abgestürzt. Ich war dann auch bald vorm Absturz und wußte nicht ob ich zum 34er Maulschlüssel oder zur Flasche greifen sollte. Kurz bevor ich eine Scheibe Leberkäse mittels DVD-Laufwerk ins innere meines Rechners befördern wollte, bekam ich die Lösung für mein Problem.
Im Terminal mittels 'ulimit -a' alle Limits anzeigen. Wichtig ist der Punkt -n: The maximun number of open file descriptors. Erklärt sich doch fast von selbst...

Nun, jedenfalls lassen sich unter Linux/Ubuntu die Limits auch erhöhen. Am besten durch:
sudo gedit /etc/security/limits.conf
und einfügen von:
* - nofile 20000
wobei der letzte Werte die 'file descriptors' angibt.
Also bei mir haben die 20.000 genügt.
Ich hoffe jetzt alles soweit beschrieben zu haben, das es einem von Windows genervten 'Bruder im Geiste' leicht fallen sollte die dunkle Seite zu verlassen und ins Licht zu schreiten. (Häh?)
Scheisse, das waren wohl die falschen Pillen - oder zu viele.
Was soll's. Fragen bitte beim Apotheker, OBI oder diesem Forum.
Grüße vom alten Ledernacken
Legionaire