Exklusiv-Interview mit Homer J. Simpson auf MSN
Wir treffen Homer Simpson bei sich zu Hause in Springfield. Homer betritt das Wohnzimmer, leicht verspätet. Während ich mich vorstelle, kramt er in seiner Hosentasche. Er zieht etwas heraus und legt es auf den Tisch neben das Aufnahmegerät.
Homer Simpson: Aspirin gab es nicht, da hab ich Dir Zigaretten mitgebracht.
MSN: Äh, danke…
Homer: Ich will nach Hause.
MSN: Wir sind bei Ihnen zu Hause.
Homer: Ah, das ging ja schnell.
MSN: Stephen Hawking hat im TV-Interview gesagt, „Die Simpsons sind das beste im amerikanischen Fernsehen.“ Ein schönes Kompliment von einem der schlauesten Männer der Welt, finden Sie nicht?
Homer: Jetzt muss mir schnell 'ne Lüge einfallen.
MSN: Reden wir über Ihren Film. Viele Filmstars sehnen sich nach mehr Unabhängigkeit in ihrer Arbeit. Planen Sie, sich vom Fernsehen und Matt Groening loszusagen?
Homer: Meinen Chef umbringen? Traue ich mich wirklich, diesen amerikanischen Traum zu leben?
MSN: So war die Frage eigentlich nicht gemeint…
Homer: [wirft einen träumerischen Blick in Richtung Küche] Mmmmh… Donuts…
MSN: Homer, Sie sind bekannt für Ihre Leidenschaft zu Donuts…
Homer: Aah, Donuts. Gibt es irgendetwas, was sie nicht können?
MSN: Nun, sie sind nicht besonders gesund, oder? Nicht so wie Obst.
Homer: Donuts haben Lila in der Mitte. Lila ist eine Frucht.
MSN: Das entspricht ja wohl kaum den Fakten…
Homer: Fakten bedeuten gar nichts! Mit Fakten kann man ja alles beweisen, was auch nur im Entferntesten wahr ist!
MSN: Fein, in Ordnung. Sprechen wir wieder über Ihren Film. Was hat Sie dazu bewogen, auf die große Leinwand zu wechseln?
Homer: Ich hatte schon immer eine seelische Leere in mir. Ich habe versucht, sie mit Familie, Religion und sozialem Engagement zu füllen. Aber das waren alles Sackgassen!
MSN: Ich dachte, es gab für Sie ein Schlüsselerlebnis im Kino.
Homer: Ich hab mal in 'nem Film gesehen, wie ein Bus mit einer stetigen Geschwindigkeit von über 80 durch die Stadt rasen musste. Und wenn er die Geschwindigkeit nicht halten könnte, würde er explodieren. Ich glaube der Film hieß "Der Bus der nicht langsamer werden durfte".
MSN: Was sind die Vorzüge des Star-Daseins?
Homer: Immer wieder klopfen mir Typen auf die Glatze, weil es Glück bringen soll, immer wieder zwicken sie mich in meinen Bauch, damit ich wie ein Mädchen lachen muss.
MSN: Ihnen ist der Rummel also nicht Recht?
Homer: Ich will damit sagen, wenn große Stars nicht wollen, dass Leute ihren Müll durchwühlen und behaupten, sie seien schwul, dann hätten sie nicht versuchen sollen, sich kreativ auszudrücken.
MSN: Das verstehe ich nicht. Finden Sie es nun gut, berühmt zu sein, oder nicht?
Homer: Ruhm ist wie eine Droge, aber was noch mehr wie eine Droge war, waren die Drogen.
MSN: Drogen, was für Drogen?!
Homer: Ich gebe es zu, ich bin Wutaholiker. Ich kann nicht ohne Wutahol leben. Und neulich war ich so scharf auf ein Bier, dass ich ins Footballstadion geschlichen bin und den Dreck unter den Tribünen ausgezutzelt hab'.
MSN:
Kein Wunder, Sie sind hart im Nehmen. Sie haben auch alle Ihre Stunts im Film selber gemacht. Welcher war der schwierigste?
Homer: Meine brennenden Ohren. Ich wollte ins Innere sehen, also habe ich ein Wattestäbchen angezündet.
MSN: Die Szene hat es dann leider nicht in die endgültige Filmfassung geschafft…
Homer: Nein!
MSN: Wie war die Zusammenarbeit mit David Silverman, Ihrem Regisseur?
Homer: Ich möchte Ihnen etwas verraten. Drei Sätze, die Sie durchs Leben bringen werden. Nummer eins: Kannst Du mich vertreten? Nummer zwei: Tolle Idee, Chef! Nummer drei: Das war schon so, als ich es entdeckt habe.
MSN: Welcher Philosophie folgen Sie?
Homer: Wenn etwas zu schwer ist, gib auf. Die Moral von der Geschichte, mein Junge, ist: versuche es am besten erst gar nicht.
MSN: Danke, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben.
Homer: [steht auf] Ich bin hier, weil mich das Gericht dazu gezwungen hat.
Quelle