Es ist vollbracht: Schumi kehrt zurück
Das Wintermärchen ist perfekt: Michael Schumacher erfüllt tausenden Formel-1-Fans ihren sehnlichsten Weihnachtswunsch und kehrt in die Königsklasse zurück. Nach wochenlangem Rätseln gab der schwäbische Automobilbauer den höchst spektakulären Coup einen Tag vor Heiligabend bekannt. Die Fans können sich auf ein langfristiges Schumi-Vergnügen freuen. "Es ist geplant, drei Jahre zu fahren", sagte der Rückkehrer.
Für Schumacher, der bei seinem 251. Rennen am 14. März in Bahrain 41 Jahre alt sein wird, schließt sich damit auch ein Kreis: Vor knapp 20 Jahren verpflichtete Mercedes mit seinem damaligen Schweizer Partner Peter Sauber Schumacher als Werksfahrer in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Die Freude Schumacher deutlich anzumerken: "Ich fühle mich gerade wie ein 12-Jähriger, der durch die Gegend hüpft wie ein kleiner Junge", sagte Schumi. Trotz seiner dreijährigen Formel-1-Pause will der Rekordchampion auch nach seinem Comeback ganz vorne mit-mischen: "Mein Ziel wird natürlich sein, am Ende oben auf dem Treppchen zu stehen."
Multimillionär Schumacher soll angeblich sieben Millionen Euro für seinen Einsatz im neuen Silberpfeil des neuen Mercedes Grand Prix Teams erhalten. "Nach drei Jahren Pause habe ich all die Energie wieder, die mir damals gefehlt hat", sagte Schumacher. "Der Nacken ist kein Problem mehr. Im Sommer war es noch zu nah am Unfall dran, jetzt ist alles ausgeheilt."
Die Anzeichen für ein Comeback Schumacher hatten sich in den vergangenen Wochen immer weiter verdichtet. Ferrari, für das er nach seinem Rücktritt Ende 2006 als Berater tätig gewesen war, gab Grünes Licht. Zudem gab Mercedes am Montag die Partnerschaft mit dem äußerst zahlungskräftigen Öl- und Gasunternehmen Petronas aus Malaysia bekannt.
Mercedes hatte die PS-Fans zwar auf Anfang Januar vertröstet, doch dürfte dies wohl eher taktisches Geplänkel gewesen sein. Schumacher selbst hatte die Diskussionen mit einem vielsagenden "Wer weiß" auf die Frage nach seinem möglichen Comeback vor Wochen zusätzlich angeheizt. Weder von ihm selbst, noch von Mercedes hatte es ein Dementi gegeben.
Offen war bislang, ob die Schädelbasis-Verletzung, die Schumacher im August an einer Rückkehr gehindert hatte, nun vollständig ausgeheilt ist. Seinen neuen Wagen soll Schumacher Anfang des neuen Jahres testen, Mercedes soll dazu an einer Sondergenehmigung arbeiten.
Schumacher war Ende 2006 nach 250 Grand Prix' und sieben Weltmeistertiteln zurückgetreten. Erfolgreicher als der Kerpener war bislang kein anderer Pilot. Bei Mercedes arbeitet der Perfektionist nun wieder mit Ross Brawn zusammen - der jetzige Teamchef war als Technischer Direktor bei Ferrari maßgeblich an Schumachers Erfolgen am Steuer der 'Roten Göttin' beteiligt.
Im Silberpfeil wird Schumacher nun das deutsche Duo mit Nico Rosberg, 17 Jahre jünger als der reaktivierte PS-Rentner, bilden. "Ich fänd's klasse" hatte der Wiesbadener schon vorher gesagt. Allerdings will er sich ebenso wenig dem einstigen Regenten per se beugen wie Vizeweltmeister Sebastian Vettel. "Ich werde sicher nicht in den Rückspiegel schauen und immer dann, wenn ich Michael sehe, rechts ranfahren und ihn vorbeilassen", sagte Red-Bull-Pilot Vettel in einem Interview der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' - noch bevor die Comeback-Meldung kam. Wenn Schumacher einen Unfall mit ihm verursachen würde, "dann werde ich ihm sicher nicht auf die Schulter klopfen und sagen: Das passt schon! Dann wäre ich sauer, das ist ganz normal."
Seit seinem Rücktritt hatte Schumacher ein Wiederkommen auf die Rennstrecke immer kategorisch ausgeschlossen. Erst der schwere Unfall von Ferrari-Pilot Felipe Massa im Sommer weckte wieder die Formel-1-Geister im Superstar der Motorsportszene. Ferrari konnte im Bieten um Schumacher keine adäquate Offerte machen, die beiden Cockpits sind an Massa und Fernando Alonso vergeben
Quelle: sport.de
Der König kehrt zurück in die F1!!!
danke Schumi!!!