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Alt 17.02.2010, 01:02   #1 (permalink)
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Standard Olympia Sammelthread 2010

ich mach dann mal nen sammelfred für olympia auf. die erste meldung is besonders erfreulich, da wir damit platz 1 in der ewigen medallienwertung übernommen haben!
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Alt 17.02.2010, 01:03   #2 (permalink)
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Standard Neuner stürmt zu Gold: 'Das ist der Wahnsinn'

Foto: dpa
Als sich ihr Kindheitstraum vom Olympiasieg erfüllt hatte, schlug Magdalena Neuner im Ziel ungläubig die Hände vors Gesicht. Mit gewohnt starker Laufleistung hatte die Wallgauerin zwei Schießfehler kompensiert war im Verfolgungsrennen über 10 Kilometer eindrucksvoll zu Gold gestürmt.Bei der anschließenden Blumen-Zeremonie hüpfte sie wie ein kleiner Flummi auf das Podest und strahlte über das ganze Gesicht. Den Goldstrauß schenkte sie anschließend ihrer stolzen Mutter, die dieses Mal gefasster reagierte als beim Silber-Sprint vor drei Tagen. 'Ich kann gar nichts mehr sagen. Das ist der Wahnsinn', jubelte Neuner nach ihrem Husarenritt durch die Loipen von Whistler. 'Jetzt freue ich mich am meisten auf die Zeremonie auf der Medals Plaza und darauf, die deutsche Hymne zu hören', sagte die sechsmalige Weltmeisterin.
Durch den Triumph sind die Deutschen jetzt erfolgreichste Nation bei Winterspielen: Neuner eroberte die 120. olympische Goldmedaille seit 1924. Mit einer fulminanten Lauf-Leistung und Nerven wie Drahtseile am Schießstand jagte die 23-Jährige im Whistler Olympic Park in 30:16,0 Minuten zu ihrer ersten Goldmedaille. Drei Tage nach dem Gewinn von Silber im Sprint bestätigte sie in der Verfolgung ihre Ausnahmeform und ließ der Slowakin Anastasiya Kuzmina keine Chance. Die als erstes ins Rennen gegangene Sprint-Olympiasiegerin hatte im Ziel 12,3 Sekunden Rückstand und gewann Silber. Rang drei belegte die Französin Marie Laure Brunet.
'Lena war heute unschlagbar', sagte Sprint-Siegerin Kuzmina. Eine halbe Stunde nach dem Rennen legte Schweden Protest ein, weil drei Skijägerinnen aus dem skandinavischen Team offenbar aus technischen Gründen zu spät gestartet sein sollen.
'Das ist fantastisch. Diese Nervenstärke, dieser Wille. Das ist das Holz, aus dem Olympiasieger geschnitzt sind. Das war eine grandiose Leistung. Hut ab!', sagte DOSB-Präsident Thomas Bach. 'Meine Hochachtung. Das war Gold mit Ansage, das hat sie prima gemacht. Besser geht es nicht. Wir haben uns riesig gefreut', sagte Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang. 'Lena wusste genau, was sie wollte. Sie hatte ein brutales Selbstvertrauen. Für uns Erfahrene ist das schon sehr erstaunlich', lobte die dreifache Olympiasiegerin Kati Wilhelm, die von Rang 30 noch auf Platz zwölf stürmte. Andrea Henkel wurde Zehnte, Simone Hauswald belegte Rang 16.
Neuners Medaillenhunger ist nach Gold in der Verfolgung und Silber im Sprint noch lange nicht gestillt. Auch im Einzelrennen über 15 Kilometer greift die Gesamtweltcup-Siegerin von 2008 nach Edelmetall. 'Natürlich laufe ich. Die Langdistanz taugt mir ja sowieso ganz gut', sagte Neuner. Neben ihr gehen im dritten Olympia-Rennen Wilhelm (Zella-Mehlis), Henkel (Großbreitenbach) und Martina Beck (Mittenwald) an den Start. Für Beck ist es der erste Einsatz bei den Winterspielen in Vancouver. Sie ersetzt Hauswald (Gosheim).
Nachdem Neuner im Liegendschießen zweimal fehlerfrei geblieben war, leistete sie sich im Stehend-Anschlag jeweils zwei Patzer. Da auch Kuzmina zwei Fahrkarten schoss, war der Weg zu Gold für Neuner frei. 'Beim letzten Stehend-Schießen habe ich mir gesagt, jetzt geht es um alles. Den letzten habe ich dann noch vorbei gezittert, doch als ich aus der Strafrunde raus bin, wusste ich, das schaffst du, auch wenn du auf der letzten Runde sterben musst', sagte Neuner.
Schon vor dem Rennen hatte die bayerische Frohnatur so locker gewirkt, als stünde ein Hobby-Rennen und nicht ein olympischer Wettkampf auf dem Programm. 'Ich mache mir keinen Druck. Das habe ich vor dem Sprint nicht gemacht und das mache ich dieses Mal auch nicht', sagte Neuner. Mit diesem Selbstvertrauen ging sie auch in die Loipe und überholte die Slowakin bereits auf der ersten Runde. Danach lieferten sich beide einen offenen Schlagabtausch, den Neuner mit einer bärenstarken Leistung völlig verdient für sich entschied.
Mit 6,2 Sekunden Vorsprung ging sie auf die letzte Runde, die sie bereits mit einem Lächeln im Gesicht absolvierte. Müssiggang lehnt bis zum Schluss zwar noch alle Glückwünsche ab, doch auch der deutsche Medaillen-Schmied hatte nach dem letzten Schießen allen Grund zum Jubeln, zumal Kuzmina auf der Schlussrunde weiter verlor.


Quelle: Neuner stürmt zu Gold: 'Das ist der Wahnsinn' - sport.de
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Alt 17.02.2010, 01:54   #3 (permalink)
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Standard Auf Rodler ist Verlass: Hüfner rast zu Gold



Foto: dpa
Tatjana Hüfner hat das Gold-Abo der deutschen Rodlerinnen verlängert und bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver das dritte Gold für das deutsche Team eingefahren. Zwei Tage nach dem Coup von Felix Loch machte die 26-Jährige auf der entschärften Hochgeschwindigkeitsbahn von Whistler den erneuten Triumph der deutschen Kufen-Asse perfekt und eroberte vier Jahre nach Bronze in Turin den Olymp. Hinter der überraschend starken Österreicherin Nina Reithmayer sicherte sich Natalie Geisenberger Bronze.
Damit haben die deutschen Rennrodler, die durch Loch und David Möller bei den Männern schon einen Doppelerfolg feiern konnten, bereits vor dem letzten Wettbewerb der Doppelsitzer am Mittwoch ihre Ausbeute gegenüber Turin 2006 gesteigert. Für die deutschen Frauen war es der neunte Olympiasieg im 13. Anlauf.
Nach dem Unfalltod des Georgiers Nodar Kumaritaschwili musste Hüfner unter den Augen ihrer Eltern auf der verkürzten Strecke Anlauf zu ihrem Olympia-Coup nehmen. Im ersten Durchgang kam die Oberwiesenthalerin mit dem Junioren-Start nur halbwegs zurecht und lag zunächst auf dem dritten Rang. Doch anders als bei der WM vor einem Jahr, bei der die zweimalige Weltmeisterin als Sechste entthront worden war, schlug Hüfner zurück und setzte sich mit einem fulminanten Ritt zur Halbzeit an die Spitze der Konkurrenz.
'Schlafen!', nannte Hüfner als Hauptziel nach dem ersten Wettkampftag. 'Ich werde mich frühzeitig ins Bett legen und morgen früh den Schlitten fertig machen', kündigte die 26-Jährige an. Im dritten Lauf zauberte sie erneut eine fast fehlerfreie Fahrt in die Eisrinne und sorgte für die Vorentscheidung. 'Da oben ist alles möglich', warnte aber noch Sportdirektor Thomas Schwab vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD).
Keinen Zweifel am Nervenkostüm ihrer Nachfolgerin hatte die zweimalige Olympiasiegerin Sylke Otto. 'Hüfners Stärken sind ihre Nerven', erkannte die Gold-Fahrerin von 2002 und 2006. Wenig Freude machte Otto dagegen der entschärfte Kurs. 'Man kann es nicht ändern. Aber das ist eigentlich nicht Olympia-like.'
Zufrieden mit ihrem Olympia-Debüt durfte auch Geisenberger sein. 'Hopp, hopp, hopp', feierte Vater Helmut die Miesbacherin vor dem Finaldurchgang lautstark an - mit Erfolg. Die Vize-Weltmeisterin fing Reithmayer ab und vervollständigte den zweiten Doppelerfolg der deutschen Rodler. In den beiden ersten Läufen hatte auch Geisenberger Probleme mit dem 'Slalom-Start' gehabt. 'Es ist für alle gleich. Das Abrutschen ist eigentlich für alle unvermeidbar', erklärte die 22- Jährige. Dies sah auch Anke Wischnewski so, die als Fünfte die erhoffte Medaille klar verpasste. 'Ich denke schon, dass es Olympia- würdig ist. Wir sind im Ziel mit Tempo 135 unterwegs gewesen, das ist kein pille-palle.'
Die Gunst der Stunde nutzte die 25 Jahre alte Reithmayer. Nach ihrer Führung im ersten Lauf legte die Innsbruckerin drei konstant stabile Läufe nach und sicherte sich Bronze. 'Mit dieser Medaille haben wir sicherlich am allerwenigsten gerechnet', gestand Generalsekretär Christoph Schweiger vom Österreichischen Rodelverband. Bisher hatte Reithmayer erst zwei dritte Plätze im Weltcup sowie den dritten Rang bei der EM Ende Januar geholt. Dagegen stürzte Weltmeisterin Erin Hamlin (USA) ebenso ab wie die Kanadierin Alex Gough, die schon im ersten Lauf patzte und sich früh aus dem Medaillenkampf verabschieden musste.



Quelle: Auf Rodler ist Verlass: Hüfner rast zu Gold - sport.de
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Alt 18.02.2010, 01:25   #4 (permalink)
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Standard Skispringer Schmitt mit Trainingsbestweite



Foto: dpa
Skispringer Martin Schmitt hat bei den Olympischen Winterspielen einen verheißungsvollen Trainingsauftakt auf der Großschanze hingelegt. Der 32-Jährige sorgte mit 145 Metern im zweiten Versuch für die Tagesbestweite und weckte damit Hoffnungen auf eine Top-Platzierung in der Entscheidung am 20. Februar. 'Ich bin hier gut reingekommen und richtig zufrieden', sagte Schmitt. Eine ordentliche Leistung lieferte auch Michael Neumayer ab, der mit seinem besten Sprung auf 137,5 Meter kam. Anlaufschwierigkeiten hatte dagegen Michael Uhrmann, der in keinem seiner drei Versuche die 130-Meter-Marke knacken konnte. 'Das war auf dem kleinen Bakken nicht anders und beunruhigt mich daher nicht', sagte der Olympia-Fünfte von der Normalschanze.


Quelle: Skispringer Schmitt mit Trainingsbestweite - sport.de
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Alt 19.02.2010, 02:02   #5 (permalink)
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Standard Maria Riesch im Ski-Olymp - Sieg in Super-Kombi



Foto: dpa
Als Freundin und Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn mit schmerzverzerrtem Gesicht stürzte, war für Maria Riesch der Gold-Coup perfekt. Natürlich riss die Slalom-Weltmeisterin nach dem Malheur der Amerikanerin nicht die Arme hoch, aber die Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben. Und eine große Erleichterung, dass sie dem großen Druck stand gehalten hatte: Jetzt ist sie als achte deutsche Alpin-Dame Olympiasiegerin - wie Rosi Mittermaier oder ihr Vorbild Katja Seizinger. 'Das ist der Hammer, Gold, das ist der Hammer. Ich wusste, das ich gut drauf bin. Das war kein Vergleich zu gestern', sagte sie mit einer schwarz-rot-goldenen Mütze auf dem Kopf. 'Ich hatte eine innere Ruhe, und wusste, wenn ich so fahre, wie ich es kann, war mir klar, dass ich auch eine Medaille gewinne.' Mit Kusshänden ins Publikum feierte sie bei der Blumen-Zeremonie ihr Gold.
Als Zweite nach der Abfahrt war Riesch in den entscheidenden Slalom gegangen und behielt die Nerven - im Gegensatz zu der nach der Schussfahrt führenden Lindsey Vonn (USA), die ausschied. Silber holte sich 94/100 Sekunden zurück Julia Mancuso (USA), Bronze ging an an die Schwedin Anja Pärson. Nur 24 Stunden nach ihrem schweren Sturz in der Spezialabfahrt gewann die Power-Frau ihre sechste Olympiamedaille, das war zuvor nur der Kroatin Janica Kostelic gelungen. Gina Stechert (Oberstdorf) schied nach Platz sechs in der Abfahrt im Slalom aus.
Fast erinnerte die beeindruckende Rückkehr Rieschs an die WM in Val d'Isère. Dort waren die ersten Entscheidungen daneben gegangen, dazu gab es einen schmerzhaften Sturz im Training. Und dann, als nur noch kühnsten Optimisten an den Erfolg glaubten, wedelte Maria Riesch wie einst Rosi Mittermaier zu Slalom-Gold. 'Was sie auszeichnet ist, dass sie immer wieder aufsteht, wenn sie auf den Deckel kriegt', pries Alpin-Direktor Wolfgang Maier in Whistler eine Gabe seiner Frontfrau. 'Das ist eine Eigenschaft, die bei Sportlern ganz selten ist.'
Nach zwei WM-Titeln vor einem Jahr für die deutschen Alpinen durch Riesch und Kathrin Hölzl gab es nun die erste Olympia-Medaille seit Martina Ertl 2002 - endlich spielen auch die Skirennfahrerinnen wieder auf der großen Winterspiel-Bühne vorne mit. Riesch ist dritte deutsche Kombinations-Olympiasiegerin nach Christl Cranz 1936 und Katja Seizinger 1998 und die achte deutsche überhaupt.
Von einer 'starken Wiederauferstehung' hatte Riesch schon nach der entschärften und verkürzten Abfahrt gesprochen. 'Ich bin froh, dass ich nach gestern heute wieder auf dem Level bin', sagte die 25-Jährige, die aber erst einmal allen im Team den Atem stocken ließ. Beim ersten Sprung verdrehte es sie einen Tag nach dem schlimm aussehenden Sturz der Schwedin Anja Pärson in der Luft. Zum Glück kostete es nur Zeit und hatte keine schlimmeren Folgen. 'Natürlich erschrickt man da', gestand die hochkonzentrierte Partenkirchenerin.
Dass Riesch es packen würde, war ihrer Teamkollegin Gina Stechert schon vor dem Slalom klar. 'Wer sie kennt, weiß, dass sie zurückschlägt. Das wird sie heute machen', versprach die einmalige Weltcup-Gewinnerin, die selbst nach Rang sechs in der Abfahrt im Slalom ausschied. Beachtliche Comeback-Qualitäten zeigte auch die Schwedin Anja Pärson, die sich einen Tag nach ihrem spektakulären Sturz wieder auf die Abfahrt wagte - es reichte sogar zu Bronze.
Vonn hatte nach dem Triumph in der Abfahrt den Kombi-Sieg schon schon nach der Abfahrt abgehakt, in der sie 0,33 Sekunden schneller war als die Ski-Freundin aus Partenkirchen. Der Feier- und Interview-Marathon am Vortag hatte gehörig Kraft gekostet. 'Das war ein langer Tag', sagte die 25-Jährige. Die Leidensfähigkeit bei ihrer Schuhrandprellung war auch nicht mehr so groß wie am Vortag. 'Der Schmerz bringt mich fast um.' Für die Freundschaft der beiden dürfte es aber nicht schlecht sein, dass nun beide eine Goldene um den Hals hängen haben.
Wie ihre Jugend-Idol Katja Seizinger 1998 ist Riesch Olympiasiegerin. Und wie ihr Vorbild Seizinger, von der die 25- Jährige immer noch die Bilder der Nagano-Siegerehrung vor Augen hat, startete Riesch schlecht in die Olympischen Spiele. Seizinger durfte nach dem verbockten Start vor zwölf Jahren am Ende gleich zweimal die deutsche Hymne hören - vielleicht ein gutes Omen für die Alpin-Königin.


Quelle: Maria Riesch im Ski-Olymp - Sieg in Super-Kombi - sport.de
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Alt 21.02.2010, 01:56   #6 (permalink)
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Standard Nykänen übertrumpft: Ammann feiert zweites Gold



Foto: dpa
Simon Ammann streckte seine Zunge raus und strahlte nach dem historischen Triumph übers ganze Lausbubengesicht. Der Schweizer siegte bei den Winterspielen am Samstag auch auf der Großschanze und kürte sich zum erfolgreichsten Schweizer Wintersportler der olympischen Geschichte Acht Jahre nach Salt Lake City und eine Woche nach seinem Sieg vom kleinen Bakken machte der 28-Jährige in Whistler seinen zweiten goldenen Doppel-Coup perfekt. Ammann übertrumpfte damit den legendären Finnen Matti Nykänen mit seinen drei Einzel-Siegen. Keinen Aufwind für das Teamspringen 22. Februar bekamen die deutschen 'Adler': Wie 2006 blieben sie ohne Einzel-Medaille. Nur Michael Neumayer überzeugte als Sechster.
'Ich war so nervös da oben. Das ist alles sehr nervenaufreibend', sagte Ammann. 'Ich hatte wieder diese magische Kraft, um hier weit zu springen und das ist unglaublich. Das ist wirklich unglaublich.' Vom Psychokrieg mit der österreichischen Konkurrenz um seine Skibindung zeigte er sich unbeeindruckt. Mit 144 Metern im ersten und 138 bei verkürztem Anlauf im zweiten Durchgang flog er allen auf und davon.
Silber und Bronze gingen wie schon vom kleinen Bakken den Polen Adam Malysz und an den Österreicher Gregor Schlierenzauer. Der fünfmalige Vierschanzen-Tourneesieger Janne Ahonen bekam wegen eines Sturzes im Probedurchgang Knieprobleme und musste auf den zweiten Sprung verzichten. Er bleibt in seiner großartigen Karriere ohne olympische Einzelmedaille; sein Comeback hat sich nicht bezahlt gemacht.
Michael Uhrmann und Martin Schmitt, die beiden Mannschafts-Olympiasieger von 2002, büßten schon im ersten Durchgang bei Rückenwind alle Chancen ein. 'Vom technischen Ablauf her war das mein bester Sprung hier, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir gute Bedingungen hatten', sagte Schmitt nach zunächst 122,5 Metern. Der 32-Jährige aus Furtwangen landete dann aber im zweiten Durchgang bereits bei 108 Metern. Er enttäuschte als 30. noch hinter Neumayer (Berchtesgaden), Michael Uhrmann aus Rastbüchl (25.) und dem Oberhofer Stefan Wank (28).
Uhrmann, auf der Kleinschanze noch Fünfter, bedauerte: 'Es war nicht möglich, vorne reinzuspringen. Bei den Bedingungen hätte ich auch zu Hause bleiben können.' Schmitt wollte trotzdem für das Teamspringen nicht schwarz sehen. 'Heute war nichts zu gewinnen, am Montag gibt's was zu gewinnen', meinte der Vize-Weltmeister. Uhrmann gab jedoch zu bedenken: 'Drei von uns haben heute nicht gerade Selbstvertrauen gesammelt. Da müssen wir uns für den Teamwettbewerb schon auf die Hinterbeine stellen.'
Ammann ließ schon beim ersten Sprung alle weit hinter sich und meinte verschmitzt: 'Das war mehr Skifliegen als Skispringen.' Er war wieder mit der umstrittenen Ski-Bindung angetreten: Die Jury hatte dem Weltcup-Führenden nach der Qualifikation grünes Licht gegeben, nachdem die Schweizer selbst eine Überprüfung des Materials beantragt hatten. Damit kamen sie einem Protest der Österreicher zuvor, den Cheftrainer Alexander Pointner angedroht hatte.
'Die Verantwortlichen des Internationalen Skiverbandes haben gestern Fakten geschaffen. Der ÖSV wird unabhängig vom Wettkampfverlauf auf einen Protest gegen das von Simon Ammann verwendete System verzichten', teilte der Österreichische Skiverband schon vor dem Medaillenkampf mit. 'Ich glaube, den Simon beeindruckt diese Diskussion nicht', hatte Routinier Schmitt prophezeit - und er behielt recht.



Quelle: Nykänen übertrumpft: Ammann feiert zweites Gold - sport.de
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Standard Neuner holt zweites Biathlon-Gold - Hauswald 3.



Foto: dpa
Als Magdalena Neuner ihr zweites Olympiagold in der Tasche hatte, riss sie mit einem breiten Lächeln die Arme in die Höhe. Mit einer fulminanten Lauf-und Schussleistung erkämpfte sich die deutsche Biathletin im Massenstart-Rennen der Frauen ihren zweiten Olympiasieg.Mit dem Sieg schwang sich die Skijägerin endgültig zum Star dieser Winterspiele auf. Simone Hauswald mit Bronze komplettierte den großen deutschen Erfolg. Silber sicherte sich Olga Saizewa (Russland). Für Uwe Müssiggang war es bereits die 24. Olympia-Medaille als FrauenBundestrainer. Henkel 9.
'Das letzte Stehendschießen war entscheidend. Sie haben gezeigt, dass sie auch schießen können', meinte Müssiggang. DOSB-Präsident Thomas Bach lobte euphorisch: 'Das war ein grandioser Sieg, an den ich nicht mehr geglaubt habe. Sie ist nicht nur ein Star, sondern ein wahrer Champion. Neuner übernahm durch den erneuten Triumph auch die Führung im Gesamtweltcup, aber das ging im Feiertrubel beinahe unter. 'Magdalena Neuner ist eines der großen Gesichter dieser Spiele', betonte der deutsche Chef de Mission Bernhard Schwank.
Drei Tage nach ihrem zehnten Platz in der Königsdisziplin über 15 Kilometer zeigte sich Neuner bei 'Kaiserwetter' in den Bergen von Whistler gut erholt. Der Akku war wieder aufgeladen, die sechsfache Weltmeisterin wirkte frisch und gelöst. Schon auf der ersten Runde übernahm die 23-Jährige die Spitze des 30 Athletinnen umfassenden Feldes. Auch die von einer leichten Erkältung geplagte Kati Wilhelm war bei ihrem letzten Olympia-Auftritt im Einzel von Anfang an vorne dabei. Der Traum vom krönenden Abschluss ihrer großen Karriere ließ das 'Rotkäppchen' von Beginn an die Flucht nach vorne antreten. Am Ende landete Wilhelm aber nur auf Rang 25.
Unter genauer Beobachtung von Bach leisteten sich Neuner, Wilhelm und Andrea Henkel gleich beim ersten Liegend-Schießen einen Patzer. Nur Simone Hauswald kam aus dem deutschen Quartett beim ersten Auftritt am Schießstand ohne Fehler durch und lag auf Rang drei. Neuner kehrte nach einer Strafrunde mit einem Rückstand von 20,9 Sekunden auf die Strecke zurück.
Beim zweiten Liegend-Anschlag blieb die Wallgauerin dann ohne Fahrkarte und war damit wieder mitten drin im Medaillen-Rennen, aus dem sich Wilhelm hingegen frühzeitig verabschiedete. Die dreimalige Olympiasiegerin hatte große Schwierigkeiten mit der Einstellung ihres Gewehres und schoss dreimal daneben - vorbei der Traum vom Edelmetall bei ihren letzten Winterspielen. Auch Wilhelms Einsatz in der Staffel scheint nach den Problemen nicht mehr gesichert.
Neben Neuner blieb Hauswald hingegen mit ihren zweiten fehlerfreien Schießen ebenfalls vorne dabei, auch Henkel kämpfte sich mit einem 'glatten Fünfer' zurück in die Spitzengruppe, die beim ersten Stehend-Anschlag noch breit gefächert war. Hauswald unterliefen dann aber zwei Patzer, auch Neuner musste ein weiteres Mal in die Strafrunde. Nur Henkel blieb fehlerfrei. Als Sechste, Siebte und Achte gingen Henkel, Hauswald und Neuner auf die vorletzte Runde - die dritte Einzelmedaille für die deutschen Frauen in Whistler war weiter möglich.
Die Entscheidung über die Medaillen im letzten Einzelrennen dieser Winterspiele fiel beim letzten Stehend-Schießen. Neuner und Hauswald blieben ebenso ohne Fehler wie Saizewa und gingen mit nur sieben Sekunden Rückstand auf die Schlussrunde. Henkel belegte schließlich Platz 9.


Quelle: Neuner holt zweites Biathlon-Gold - Hauswald 3. - sport.de
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Standard Langlauf-Frauen sprinten zu Gold - Männer Zweite

Foto: dpa In den Einzelrennen abgehängt, im Duett völlig unverhofft auf den Olymp gestürmt: Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad bescherten den deutschen Langläuferinnen in Whistler mit Sensations-Gold im Teamsprint das erste Edelmetall der Vancouver-Spiele.Eine halbe Stunde später machten Axel Teichmann und Tim Tscharnke das deutsche Langlauf-Wunder im Callaghan Valley mit Sprint-Silber hinter den Norwegern perfekt.
'Es ist einfach nur geil', sprudelte es aus der 29-jährigen Bayerin Sachenbacher-Stehle heraus, die ihre drei Jahre ältere Partnerin beim Zieleinlauf innig umarmte und dabei ein paar Freudentränen verdrückte. 'Es war ein perfektes Rennen. Wir haben perfekt harmoniert, dann kommt so etwas dabei heraus', stellte Nystad zufrieden fest. Dabei sei sie im Halbfinale 'ganz schön blau gewesen'.
Auch das Männer-Duo konnte sein Glück kaum fassen. 'Bei Olympia auf dem Podest zu stehen, ist einfach sensationell und das auch noch gemeinsam mit dem Axel. Ich freue mich so für ihn. Er hatte ja immer nur Pech', sagte der 20-jährige Tscharnke über seinen zehn Jahre älteren Partner Teichmann, der bei der dritten Olympia-Teilnahme die erste Medaille einheimste. Für den Bad Lobensteiner war Platz zwei der ersehnte Befreiungsschlag. Vor vier Jahren hatte er die Rennen in Turin wegen einer Haarwurzelentzündung verpasst, in Whistler konnte er wegen einer Erkältung über die 30 Kilometer nicht antreten.
'Sensationell! Das war super. Ich bin sprachlos. Beide waren absolut am Limit und haben sich das verdient', sagte Bundestrainer Jochen Behle nach dem Gold-Gewinn seiner Routiniers begeistert, und auch DOSB-Präsident Thomas Bach war hin und weg: 'Eine grandiose Leistung.' Die Oldies im Langlauf-Team, die in Vancouver zum dritten Mal bei Winter-Olympia dabei sind, hatten bei der Weltmeisterschaft 2007 in Sapporo mit Silber ihren bis dahin größten Erfolg errungen.
Als wenig später auch noch die Männer ihre Medaille ins Ziel brachten, konnte Behle nur noch staunen. 'Es ist einfach ein sensationeller Tag. Was Tscharnke abgeliefert hat, war absolute Spitze. Auch Axel hat die richtige Taktik gewählt, um die Medaille zu sichern', sagte der Bundestrainer.
Das deutsche Frauen-Duo hatte sich vom hohen Anfangstempo der Schwedinnen Charlotte Kalla und Anna Haag nicht beeindrucken lassen und das Tempo stets mitgehalten. 'Ich habe von Anfang an versucht, an Kalla dranzubleiben. Das war unsere Taktik. Es ging viel leichter als gedacht', erklärte Sachenbacher-Stehle, die bei jeder Attacke ihrer Gegnerin mitzog. Auf der Zielgeraden zog dann Nystad ihrer Kontrahentin Haag auf und davon. Für die Skandinavierinnen blieb vor den Augen des schwedischen Königspaares nur Silber. Bronze holten sich die russischen Läuferinnen.
Eine Schrecksekunde hatte es im Halbfinale gegeben, als Sachenbacher-Stehle auf ihrer zweiten Schleife in einer Kurve wegrutschte und stürzte. 'Ich bin sehr locker gelaufen. Es ging sehr gut bis zu dem Moment, als ich gestürzt bin. Da musste ich für kurze Zeit richtig Vollgas geben', meinte die 29-Jährige aus Reit im Winkl. Mit energischem Einsatz gelang es ihr aber, die sofort entstandene Lücke wieder zu schließen. Nystad wirkte nach ihren drei jeweils 1,4 Kilometer langen Runden dagegen sehr angestrengt. 'Es war relativ hart', meinte die Oberwiesenthalerin mit gequältem Lächeln. Doch nach dem Finale waren alle Strapazen vergessen.


Quelle: Langlauf-Frauen sprinten zu Gold - Männer Zweite - sport.de
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Standard Silber für deutsche Skispringer - Österreich vorn



Foto: dpa
Den deutschen 'Adlern' sind bei den Olympischen Winterspielen doch noch riesige Flügel gewachsen. Michael Neumayer, Andreas Wank, Martin Schmitt und Michael Uhrmann gewannen bei einem nervenaufreibenden Mannschaftsspringen auf der Großschanze von Whistler mit Silber die erhoffte Medaille. Gold ging mit Riesenvorsprung an die Topfavoriten aus Österreich, die seit 2005 alle wichtigen Team-Wettbewerbe gewonnen haben. 'Das ist sicherlich der größte Erfolg, an dem das ganze Team beteiligt war. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und freue mich, der Chef dieses Teams zu sein', sagte Bundestrainer Werner Schuster.
Vor allem für Schlussspringer Uhrmann wurde es ein Nervenspiel: Er musste ebenso wie der Norweger Anders Jacobsen und der Österreicher Gregor Schlierenzauer wegen zu starken Windes minutenlang warten, ehe er von der Schanze durfte. 'Das war ein Supersprung. Ich wollte und habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen', sagte der Routinier aus Rastbüchl, nachdem seine Teamkollegen im Freudentaumel über ihn hergefallen waren. 'Für mich war klar, die bekommen uns da vorne nicht mehr weg.' Auch Neumayer war aus dem Häuschen: 'Wir wollten unbedingt diese Medaille - und jetzt haben wir sie.'
Supertalent Gregor Schlierenzauer, Vierschanzen-Tourneesieger Andreas Kofler, der sechsfache Weltmeister Wolfgang Loitzl und Thomas Morgenstern, der Doppel-Olympiasieger von 2006, tollten am Ende siegestrunken durch den Schnee. Das Austria-Team stellte nach den Triumphen bei der WM 2005, 2007 und 2009 sowie bei den Winterspielen 2006 in Turin und nun in Vancouver die Serie der Finnen ein: Die Skandinavier waren von 1984 bis 1989 ungeschlagen. Zudem feierten die österreichischen Skispringer mit 1107,9 Punkten das erste Gold bei den Spielen nach zweimal Bronze für Schlierenzauer vom kleinen und großen Bakken.
Das Abschneiden des deutschen Teams mit 1035,8 Punkten vor Norwegen (1030,3) ist vor allem für Schmitt und Uhrmann eine Genugtuung: 2002 in Salt Lake City standen die heute 32- und 31-Jährigen noch ganz oben auf dem Treppchen. Vor vier Jahren in Turin gingen sie als Vierte leer aus, aber jetzt hat sich ihr Durchhaltevermögen ausgezahlt.
Der Medaillenkampf hatte verheißungsvoll begonnen: Neumayer flog im ersten Durchgang auf 137 Meter und ballte die Faust. 'Das war ein Traumstart. Ich bin voll happy über den Sprung', meinte der Berchtesgadener und legte dann 136,5 Meter nach. Schmitt, der nach überstandenem Erschöpfungssyndrom nicht mehr zu seiner Topform gefunden hat, kam nur auf 128 und 122 Meter und ließ die Deutschen nochmal mächtig zittern. 'Ich wollte den Vorsprung nicht nur verwalten, sondern ausbauen', meinte der Schwarzwälder. 'Ich bin nur leider verdreht rausgekommen, deshalb ist das schiefgegangen. Aber jetzt bin ich superglücklich.'
Nach einer schwierigen Saison hatte Bundestrainer Schuster das Teamspringen als wichtigsten Wettbewerb ausgerufen. Doch nur Uhrmanns fünfter Platz auf der Einzelschanze und Neumayers Rang sechs auf der Großschanze gaben Anlass zu Optimismus. Zudem waren Schmitt und Co. bei der WM 2009 nur auf Platz zehn gelandet - doch bei Olympia hüpften sie aufs Treppchen zurück.
Die Österreicher gewannen im Feld der zwölf Quartette mit dem größten Abstand, den es je bei Winterspielen gegeben hat. Doppel- Olympiasieger Simon Ammann mussten sie dieses Mal nicht fürchten: Die Schweizer haben zu wenige Weltklasse-Springer, um eine Mannschaft stellen zu können. Die Finnen mussten sich nach dem Ausfall ihres Routiniers Janne Ahonen (Knieverletzung) mit Platz vier begnügen.


Quelle: Silber für deutsche Skispringer - Österreich vorn - sport.de
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Alt 24.02.2010, 01:25   #10 (permalink)
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Standard Deutsche Biathlon-Frauenstaffel holt Bronze

Foto: dpa Ohne Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner sind die deutschen Biathlon-Frauen als 'Ü-30-Staffel' an Gold vorbei gelaufen, haben mit Bronze aber einen passablen Abschied von der Olympia-Bühne gefeiert. In der Besetzung Kati Wilhelm, Simone Hauswald, Martina Beck und Andrea Henkel musste das deutsche Quartett nur den bärenstarken Russinnen und den furiosen Französinnen den Vortritt lassen. Das russischen Quartett mit Swetlana Slepzowa, Anna Bogdali- Titowez, Olga Medwedzewa und Schlussläuferin Olga Saizewa wiederholte damit seinen Triumph von Turin 2006 und holte zum dritten Mal bei Olympischen Winterspielen Staffel-Gold. Für die deutschen Biathletinnen war es das fünfte Edelmetall in den Bergen von Whistler, darunter zweimal Gold für Neuner.
'Das war das beste Schießergebnis der Saison. Schade, dass wir auf der Laufstrecke nicht ganz mithalten konnten', haderte Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang etwas mit dem Schicksal. Um die Staffel-Absage des deutschen Glamour Girls Neuner hatte es im Vorfeld einige Diskussionen gegeben. Für die Wallgauerin waren die Olympischen Spiele aber nach ihrem zweiten Gold im Massenstart vorzeitig beendet. 'Es gab ja schon die wildesten Gerüchte. Dass ich unter Druck gesetzt worden sei oder Schiss hätte. Das ist alles totaler Quatsch', sagte Neuner vor dem Rennen. 'Wir sind halt fünf Mädels in der Mannschaft, die unheimlich stark sind. Ich habe alles erreicht, definitiv', sagte die 23-Jährige.
Spekulationen aus der Heimat, sie stehe kurz vor einem Burn out, wies Neuner vehement zurück. 'Es war viel für mich die letzten Tage, aber ich bin definitiv nicht ausgebrannt.' DOSB-Präsident Thomas Bach verteidigte die Entscheidung der Sportlichen Leitung. 'Zu den Entscheidungen der Trainer habe ich vollstes Vertrauen, egal wie es ausgeht', sagte Bach.
Während Neuner ihre Kolleginnen als Zuschauerin anfeuerte, setzte sich Wilhelm gleich am Anfang an die Spitze des Feldes. Müssiggang hatte nach Neuners Verzicht auf jene Staffel gesetzt, die in Östersund den bislang einzigen Staffel-Sieg in diesem Winter errungen hatte. Wie bei der Olympia-Probe in Whistler vor einem Jahr setzte Müssiggang auf Angriff. 'Wir wollen von Anfang an vorne dabei sein. Deshalb habe ich mich für Kati als Startläuferin entschieden', sagte der 58-Jährige.
Beim letzten Olympia-Rennen ihrer Karriere setzte sich Wilhelm sofort an die Spitze, leistete sich beim ersten Liegend-Schießen aber einen Nachlader. Die dreimalige Olympiasiegerin kämpfte sich aber zurück und bewies in ihrer Paradedisziplin, dem Stehend-Anschlag, Nervenstärke. Ohne Fehler verließ Wilhelm den Schießstand und übergab nach sechs Kilometern als Dritte auf Hauswald. 'Das hat die Kati super gemacht', sagte Müssiggang. Wilhelm selbst war ebenfalls zufrieden. 'Ich habe gesehen, dass ich auf der zweiten Runde viel gut gemacht habe. Deshalb habe ich auch nicht aufgegeben.'
Hauswald knüpfte an ihre starke Leistung vom Massenstart-Rennen an, in dem sie Bronze gewonnen hatte. In beiden Schießeinlagen blieb sie ohne Fehler, Müssiggang klatschte zufrieden in die Hände. Die 30- Jährige übergab auf Rang drei liegend an Beck, die für Neuner in die Staffel gerutscht war. 'Bronze im Massenstart hat mir Sicherheit gegeben. Ich war vor meiner ersten Staffel bei Olympia zwar ziemlich nervös, doch die Nervosität hat mich auch wachgehalten', sagte Hauswald.
Im Liegend-Schießen musste Beck dann einmal nachladen, die Russin Medwezewa konnte sich deshalb etwas absetzen. Im Stehend-Anschlag leistete sich Beck dann ebenfalls nur einen Patzer und blieb damit hinter den starken Russinnen auf Silberkurs. Mit 44,8 Sekunden Rückstand übergab die Mittenwalderin auf Schlussläuferin Henkel, die sich im Stehend-Anschlag zwei Fahrkarten leistete und ihren Vorsprung gegen Frankreichs übermächtige Schlussläuferin Sandrine Bailly nicht ins Ziel retten konnte.


Quelle: Deutsche Biathlon-Frauenstaffel holt Bronze - sport.de
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Alt 26.02.2010, 02:49   #11 (permalink)
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Standard Rebensburg holt Riesenslalom-Gold: 'Unglaublich'

Foto: dpa Nächste Gold-Party für die deutschen Alpinen: Eine Woche nach Maria Rieschs Olympiasieg in der Super-Kombination hat Geheimfavoritin Viktoria Rebensburg die Gunst der Stunde genutzt und die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. Rebensburg wusste nach dem Gold-Coup nicht so recht, wie ihr geschah, Trainer und Betreuer hüpften vor Freude Arm in Arm, und Maria Riesch war eine der ersten Gratulantinnen. Unbeeindruckt vom Wetterchaos fuhr die 20-jährige Rebensburg mit einer starken Vorstellung zum ersten deutschen Riesenslalom-Triumph nach 54 Jahren. Mit vollem Risiko verbesserte sich das 'Schwung-Wunder' im Finale von Whistler vom sechsten auf den Gold-Rang. 'Olympiasiegerin. Ich glaub', dieser Name gehört nicht zu mir. Das ist unglaublich, der absolute Wahnsinn. Gold ist ein Traum', sagte die Skirennfahrerin, die bei der Flower-Zeremonie über das ganze Gesicht strahlte und noch einmal die Fäuste ballte.
Die höher gehandelte Weltmeisterin Kathrin Hölzl ging als Sechste ebenso leer aus wie Riesch auf Platz zehn. Hinter Rebensburg sicherte sich die Slowenin Tina Maze 4/100 Sekunden zurück die Silbermedaille. Elisabeth Görgl (Österreich), die als Führende in die Nacht gegangen war, fuhr zu Bronze. Das letzte und bisher einzige deutsche Riesenslalom-Gold einer Alpin-Dame lag über ein halbes Jahrhundert zurück. 1956 in Cortina holte sich Ossi Reichert den Olympiasieg. Rebensburg ist die zweitjüngste deutsche Alpin-Olympiasiegerin nach Heidi Biebl, die 1960 bei ihrem Abfahrtserfolg 19 Jahre alt war.
'Dass Vicky Gold gewinnt, ist schon extrem überraschend. Es gibt Momente da sagst du dir nur, mann ist sie cool', sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier - und die Medaillenjagd ist dank des ausstehenden Slaloms am 26. Februar mit Maria Riesch als Weltmeisterin und Mitfavoritin noch nicht zu Ende. 'Sie ist die Nummer 1 in unserem Team, das ist gut für uns', sagte Rebensburg über Front-Frau Riesch, die viel Druck von den anderen Fahrerinnen nimmt.
Beim Hundertstel-Krimi im wegen Nebels um einen Tag verschobenen zweiten Durchgang behielt Rebensburg die Übersicht - und vor allem die Nerven. Voll auf Angriff war die dreimalige Junioren- Weltmeisterin gefahren, denn als Sechste des ersten Durchgangs brachte ihr nur das noch die Chance zum nächsten Coup. Eine werde schon durchkommen, war die Devise beim Deutschen Skiverband - und Pressesprecher Ralph Eder hatte sich noch kurz vor dem Start einen Glückscent in die Hosentasche gesteckt.
Im Ziel leuchtete die grün unterlegte Bestzeit auf. Die dreimalige Junioren-Weltmeisterin, die noch nie ein Weltcup-Rennen gewonnen hatte, ballte die Fäuste und schrie die Freude hinaus. Nun hieß es warten und zittern. Als dann auch Görgl als Führende des ersten Durchgangs sie nicht mehr verdrängen konnte, war die olympische Freude wieder riesengroß. Rebensburg hockte sich im Zelt auf einen Stuhl und hielt kurz die Hände vors Gesicht - greifbar war der größte Erfolg ihrer Karriere noch lange nicht. Ihre Eltern konnten den Sieg ihrer Tochter nicht mehr live erleben, denn sie waren aufgrund der wetterbedingten Verschiebung des zweiten Riesenslalom-Durchgangs um einen Tag zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Heimweg. Der Rückflug war für den Tag nach dem ursprünglichen Termin geplant, eine Umbuchung nicht mehr möglich. 'Wenn es gestern gewesen wäre, hätte es gepasst. Die werden sich sicher ärgern', sagte 'Vicky', die in Bayern noch zu Hause wohnt.
'Es war nicht unsere Zielsetzung, drei auf dem Podest zu haben, Ziel war eine Medaille', sagte Maier. Dass die 'eine Medaille' auch noch golden glänzte, war für alle beim Deutschen Skiverband besonders schön. Wie zuletzt in Nagano 1998, als Katja Seizinger die Truppe zu insgesamt sechs Medaillen führte, gab es wieder zweimal Edelmetall für die langjährigen Sorgenkinder im Deutschen Skiverband. Nach zwei WM-Titeln vor einem Jahr mischen sie auch bei Olympia wieder bei den ganz Großen mit. 'Seizinger war mein Idol. Sie hatte so viele Erfolge und Goldmedaillen, ich habe immer zu ihr aufgeschaut', erinnerte sich Rebensburg.
War sie bei der WM in Frankreich vor einem Jahr noch von Rang drei deutlich hinter die Medaillenränge zurückgefallen, so blieb die Sportlerin aus Kreuth diesmal cool. 'Vicky ist eine, die relativ trocken ist', erklärte Maier. 'Sie hat den vielleicht schnellsten Riesenslalom-Schwung im Damen-Weltcup', sagte Techniktrainer Christian Schwaiger über das 'schlampige Genie'.
Damen-Cheftrainer Mathias Berthold hatte die Medaille von der einmaligen Weltcup-Podest-Fahrerin fast erwartet. Der Hang würde 'Vicky' liegen, hatte Berthold prophezeit - und recht behalten. 'Ganz überraschend ist es nicht, aber man muss es beim Großereignis erst einmal runterbringen und das hat sie geschafft', sagte Olympiasiegerin Riesch über Rebensburg, die bei der Olympia-Generalprobe in Cortina im Januar trotz eines 'Riesenfehlers' erstmals Zweite geworden war. Und wie Hölzl bei der WM vor einem Jahr fuhr Rebensburg diesmal bei einem Großereignis zum ersten Sieg.


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Alt 27.02.2010, 00:02   #12 (permalink)
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Standard Zweites Gold: Maria Riesch Slalom-Olympiasiegerin

Foto: dpa
Gold, Gold, Gold! Maria Riesch hat die deutschen Alpinen zum dritten Triumph von Whistler geführt und ist wie Katja Seizinger und Rosi Mittermaier Doppel-Olympiasiegerin. Bei Schneefall und schwierigen Pistenbedingungen ließ sich die Slalom-Weltmeisterin von Niemanden aufhalten. 'Absolut unglaublich' war die weitere Medaille für die feiernde Maria Riesch - dass es auch noch die goldene war, machte die Winterspiele perfekt. Ein wenig unter ging im Jubel-Trubel das verpasste Edelmetall ihrer jüngeren Schwester. Nach Platz vier im ersten Durchgang schied Susanne im Finale vor den Augen der Eltern aus, die Medaillenränge belegten die Österreicherin Marlies Schild (Silber) und Sarka Zahrobska aus Tschechien (Bronze).
Dreimal Gold bei Olympia - das gab es zuletzt und nur 1998 in Nagano. Zweimal Seizinger und Hilde Gerg im Slalom - die aktuelle Crew um Maria Riesch hat nach den goldenen 90er wieder Olympia- Erfolge am Fließband beschert. Nicht die kühnsten Träumer beim Deutschen Skiverband hätten drei Erfolge erwartet. Aber nach dem Riesch'schen Coup in der Super-Kombination und Viktoria Rebensburgs Gold-Fahrt im Riesenslalom machte wieder Riesch die Winterspiel aus dem Bilderbuch perfekt. 'Wenn man Weltmeisterin und Olympiasiegerin wird, und das souverän, dann muss man außergewöhnlich sein', lobte Alpin-Direktor Wolfgang Maier seine Vorzeige-Skirennfahrerin in höchsten Tönen.
In Garmisch-Partenkirchen fieberten Tausende beim Public Viewing und im Zielraum schauten die DSV-Vertreter beim letzten Lauf von Maria und Susanne Riesch in Whistler auf die Großleinwand. Als dann im Ziel die grün unterlegte Zeit für die Beste aufblinkte, konnte die nächste Gold-Party gestartet werden. Jetzt bietet sich dem DSV noch eine historische Chance: Sollte Felix Neureuther am Samstag im Slalom zuschlagen, wären es die erfolgreichsten Winterspiele überhaupt.
Den Grundstein für den nächsten Slalom-Titel hatte Riesch, die zuletzt vor gut einem Jahr beim Kombinations-Torlauf von Altenmarkt- Zauchensee ausgeschieden war, schon im ersten Lauf gelegt. 'Das war die halbe Miete', merkte Vater Siggi in der ARD an. Bei Schneefall fuhr Maria Riesch mit wohldosiertem Risiko. Angriffslustig im Flachen, 'mit Köpfchen' im Steilen - Platz eins vor dem Finale, in dem sie keine mehr vom Sieg abbringen konnte.
Das etwas überraschende Gold von Rebensburg am Vortag hatte alle im deutschen Lager noch einmal gepusht. Riesch wurde Olympiasiegerin, ein Tropfen Wermut war das verpasste Edelmetall der hochmotivierten Susanne Riesch. 'Minuten vor dem Start merkt man doch, dass das was anderes ist als ein normales Weltcup-Rennen', meinte die 22-Jährige. Christina Geiger (Oberstdorf), die nach einem Sturz beim Einfahren angeschlagen ins Rennen ging wurde 14., Fanny Chmelar (Partenkirchen) schied aus.
Wie schon in der Kombination und dem Riesenslalom kam Lindsey Vonn nicht ins Ziel. Die Amerikanerin fädelte ein. 'Trotz der Erwartungen aller anderen war es mein Ziel, eine Medaille zu gewinnen und ich habe die Goldmedaille', tröstete sich die Amerikanerin selbst. Wenn deren Serie so weitergeht, dürfte Maria Riesch auch im Gesamtweltcup noch gute Karten haben. Das Weltcup-Finale findet in Garmisch- Partenkirchen statt - für die deutschen Olympiasieger die nächste Ski-Party.


Quelle: http://sport.rtl.de/sportartikel/olympia/olympia_98887_1414510.php
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Alt 28.02.2010, 00:51   #13 (permalink)
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Standard Trotz Bauchlandung: Gold für Eisschnellläuferinnen

Foto: dpa Slapstick-Einlagen und Bauchklatscher im Halbfinale, dann überschwänglicher Gold-Jubel: Trotz eines kuriosen Stolperlaufes von Anni Friesinger-Postma ist der 'Deutschland- Express' bei den Winterspielen zu Olympia-Gold in der Team-Verfolgung gerauscht. Im letzten Eisschnelllauf-Finale im Olympic Oval siegten die deutschen Damen nach einer furiosen Schlussrunde mit zwei Hundertstelsekunde Vorsprung gegen Japan. Dabei schien im Halbfinale gegen die USA schon alles verloren.
Dort war Friesinger 300 Meter vor dem Ziel nach Berührung eines Begrenzungs-Klötzchens gestrauchelt, fand nie wieder ihren Rhythmus, brüllte ihren Gefährtinnen hinterher und rutschte nach einem Sturz 20 Meter vor dem Ziel auf dem Bauch durch die Zeitmessung. Wütend trommelte sie danach mit den Fäusten auf das Eis und fluchte - ehe sie die '1' auf der Anzeigetafel entdeckte und doch noch strahlte.
Dabei profitierten die Deutschen von einer Schwäche der Amerikanerinnen auf den letzten 100 Metern: Ganze 0,23 Sekunden trennten schließlich im Ziel beide Teams. 'So etwas habe ich noch nie erlebt. Dieses Rennen wird in die Geschichte eingehen', meinte DESG-Präsident Gerd Heinze. 'Sie hat mir nur gesagt, sie war 'ganz leer', berichtete Friesingers Heimcoach Gianni Romme im TV-Interview. 'Wie sie gefinisht hat, war unglaublich. Aber es war natürlich totale Panik. Das Schlimmste, was in der Verfolgung passieren kann, ist wenn man abfällt', erklärte der Niederländer hinzu.
Nach diesem Lauf zogen die Verantwortlichen die Konsequenzen und ersetzten die völlig entkräftete 16-malige Weltmeisterin aus Inzell durch die Berlinerin Katrin Mattscherodt, die im Finale an der Seite der beiden Erfurterinnen Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert lief. In dieser zuvor in zahlreichen Weltcups bewährten Formation eilten die Deustchen jedoch lange hinterher.
Am Ende bewährte sich jedoch die von den Trainern vorgegebene Team-Taktik, in den beiden Schlussrunden auf die Führungsarbeit von Langstrecken-Spezialistin Beckert zu setzen. Mit dem Olympiasieg avancierte die Thüringerin nach zuvor zweimal Silber auf den Langstrecken zum deutschen Eisschnelllauf-Star von Richmond.
Vor den Rennen hatte es noch einen tagelangen Streit um den Einsatz von Friesinger-Postma gegeben, die erst in letzter Sekunde von Bundestrainer Markus Eicher für die ersten beiden Runden nominiert worden war, nachdem Mattscherodt im 5000-Meter-Rennen enttäuscht hatte. Nach dem Rennen gegen die Niederlande hatte Eicher erstmals eingeräumt, wie sauer sein früherer Schützling über die ursprünglich geplante 'Degradierung' war. 'Anni war total angefressen. Aber wenn sie ein bissel wütend ist, ist sie am besten', kommentierte der Bundestrainer.
Friesinger holte sich bei ihren vierten und letzten Olympischen Spielen ihre fünfte Medaille und erfüllte sich im Finale den Traum vom dritten Olympia-Gold nach 2002 (1500 m) und 2006 (Team). Vor vier Jahren hatten Friesinger und Anschütz als 'Golden Girls' in Turin mit der inzwischen gesperrten Claudia Pechstein bereits den ersten Team- Lauf der Olympia-Geschichte gewonnen. Für Katrin Mattscherodt ist die Goldmedaille der erste internationale Erfolg ihrer Karriere.
Kanadas Eisschnellläufer hatten zuvor Gold bei den Männern geholt. Mathieu Giroux, Lucas Makowsky und Denny Morrison gewannen das Finale gegen die USA. Bronze sicherten sich die Niederlande. Die Amerikaner hatten im Halbfinale überraschend den viermaligen Weltmeister Niederlande ausgeschaltet. Ein deutsches Trio war nicht am Start.


Quelle: Trotz Bauchlandung: Gold für Eisschnellläuferinnen - sport.de
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